Mitsubishi Electric
Mitsubishi Electric-Steuerungen mit der ENLYZE Plattform verbinden.
Mitsubishi Electric zählt zu den weltweit führenden Anbietern von Automatisierungstechnik und ist vor allem im asiatischen Raum stark verbreitet. Die Steuerungen werden seit den 1980er-Jahren unter dem Namen MELSEC geführt. Daraus sind zwei Produktlinien entstanden: die kompakten Steuerungen der FX-Reihe (heute MELSEC iQ-F) und die modularen, rackbasierten Systeme von der MELSEC-A über die MELSEC-Q und MELSEC-L bis zur aktuellen MELSEC iQ-R.
ENLYZE bindet Mitsubishi-Steuerungen über zwei Wege an:
SLMP (SeamLess Message Protocol): das Mitsubishi-eigene Ethernet-Protokoll aus der MC-Protokoll-Familie. Es ist die empfohlene Anbindung für alle Steuerungen mit Ethernet-Schnittstelle und läuft über TCP (Standard-Port
5001). Die Anbindung erfolgt über den SLMP-Konnektor.MELSEC seriell: für ältere Kompaktsteuerungen der FX-Reihe ohne Ethernet-Schnittstelle. Die Anbindung erfolgt über die Programmier- bzw. RS-Schnittstelle der Steuerung.
Maßgeblich ist nicht der Hersteller allein, sondern das konkrete Gerät und die verfügbare Schnittstelle. Steuerungen ohne integrierte Ethernet-Schnittstelle (etwa ältere FX-Steuerungen oder modulare CPUs ohne Ethernet-Baugruppe) lassen sich über SLMP nur dann anbinden, wenn sie um eine entsprechende Netzwerkbaugruppe (z. B. FX5-ENET, QJ71E71, RJ71EN71) ergänzt werden. Andernfalls erfolgt die Anbindung seriell.
Voraussetzung: Kenntnis der Speicherbereiche
Mitsubishi-Steuerungen adressieren Daten über Gerätecodes (z. B. D für Datenregister, M für Merker, X / Y für Ein- und Ausgänge) und nicht über symbolische Tags. Um die richtigen Variablen aufzuzeichnen, benötigen wir daher die relevanten Geräteadressen der Steuerung. Dafür gibt es zwei Wege:
Der Maschinenhersteller oder Steuerungsprogrammierer teilt uns die relevanten Geräteadressen direkt mit.
Wir erhalten das Projektfile der Steuerung (GX Works2 oder GX Works3) und leiten die Geräteadressen daraus ab.
Geräteübersicht
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Mitsubishi-Familien und typische Geräte. Die Spalte Generation unterscheidet die kompakte FX-Linie von den modularen Systemen und nennt die zugehörige Programmiersoftware. Die Spalte Empfohlener Konnektor nennt den Konnektor, über den die Anbindung erfolgt. Die Spalte Status gibt an, ob wir die Familie bereits im Feld angebunden haben.
MELSEC FX3
FX3U, FX3UC
Kompakt (GX Works2)
MELSEC seriell
✅ Unterstützt
MELSEC FX (Legacy)
FX2N, FX2NC, FX1N, FX1S, FX0N
Kompakt (Legacy)
MELSEC seriell
✅ Unterstützt
MELSEC FX3 (weitere)
FX3G, FX3GE, FX3GC, FX3S
Kompakt (GX Works2)
MELSEC seriell
🧪 Vermutlich möglich, noch nicht erprobt
MELSEC iQ-R
R04, R08, R16, R32, R120 (CPU)
Modular (GX Works3)
🧪 Vermutlich möglich, noch nicht erprobt
MELSEC-Q
Q03UD(E), Q06UDH, Q13UDH, Q26UDH, QnA
Modular (GX Works2)
🧪 Vermutlich möglich, noch nicht erprobt
MELSEC-A / QnA
A1S, A2N, A3N, AnS, Q2AS
Legacy
MC-Protokoll (Ethernet-Modul)
🧪 Vermutlich möglich, noch nicht erprobt
Faustregel: Steuerungen mit Ethernet-Schnittstelle bindest du über SLMP an (TCP, Port 5001). Ältere FX-Kompaktsteuerungen ohne Ethernet (FX2N, FX3U) bindest du über die serielle Programmierschnittstelle an. Im Feld erprobt haben wir bislang die FX5U (SLMP) sowie die FX2N und FX3U (seriell).
Die modularen Familien MELSEC iQ-R, MELSEC-Q und MELSEC-L sowie die übrigen FX3-Varianten und die ältere MELSEC-A sind über SLMP bzw. das MC-Protokoll vermutlich anbindbar, wurden von uns aber bislang noch nicht im Feld angebunden. Möchtest du ein solches Gerät anbinden, melde dich gerne unter support@enlyze.com, damit wir die Anbindung gemeinsam prüfen.
Bei Fragen melde dich jederzeit gerne unter support@enlyze.com.
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