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# Definition der maximalen Leistung

## **Warum die richtige Leistungsreferenz entscheidend ist**

In der kontinuierlichen Fertigung ist es üblich, eine maschinenbasierte maximale Leistung als Referenz für die Leistungsbewertung zu verwenden. Dabei wird allerdings kein Unterschied zwischen verschiedenen Produkten gemacht – alle werden über denselben Maßstab beurteilt.

Doch jeder aus der Praxis weiß: Verschiedene Produkte können – und müssen – auf derselben Maschine mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten produziert werden. Eine maschinenbasierte Betrachtung führt daher zu scheinbaren Leistungsverlusten, die in Wirklichkeit gar nicht existieren. Das Ergebnis: Geringes Vertrauen in die Kennzahlen und die gesamte Datengrundlage.

<figure><img src="/files/693Ii6z4nz6Y92UfUtmq" alt="" width="563"><figcaption></figcaption></figure>

## Maximale Leistung bei ENLYZE

Um dieser Herausforderung zu begegnen, haben wir bei ENLYZE das Konzept des [Maximum Demonstrated Speed (MDS)](/konzepte/oee-verstehen/leistung/maximum-demonstrated-speed.md) entwickelt – inspiriert vom Prinzip der **Ideal Cycle Time** aus der diskontinuierlichen Fertigung.

Hierbei analysieren wir basierend auf der Fertigungshistorie alle Aufträge des gleichen Produkts und identifizieren die maximale Leistung, welche stabil für das Produkt erreicht wurde. Diese maximal stabil erreichte Leistungen nennen wir **MDS (Maximum Demonstrated Speed)** und wird dann als **produktbezogene Leistungsreferenz** hinterlegt.

<figure><img src="/files/owChA3rZsqFZubkQzONf" alt="" width="563"><figcaption></figcaption></figure>

Der MDS wird dabei **kontinuierlich** und **automatisch** im Hintergrund ermittelt. Es ist somit ausdrücklich möglich, dass der Wert des Maximum Demonstrated Speed aufgrund von Optimierungsmaßnahmen im Laufe der Zeit steigt. Durch das kontinuierliche Anpassen garantieren wir, dass zu jeder Zeit mit dem aktuellsten MDS alle Leistungsfaktoren und Leistungsverluste berechnet werden. Diese Anpassungen führen jedoch auch zu Veränderungen der Berechnungsgrundlage.

Dadurch werden Leistungsverluste korrekt und nachvollziehbar abgebildet. Das stärkt das Vertrauen in die OEE-Kennzahlen und schafft eine verlässliche Grundlage für Verbesserungen.

#### Beispiel: MDS in der Praxis

Ein Auftrag mit **Produkt A** wurde im Januar mit **250 kg/h** gefertigt.\
Zu diesem Zeitpunkt lag der MDS bei **263 kg/h** und der Leistungsfaktor somit bei:

$$
\text{Leistungsfaktor} = \frac{\text{250}}{\text{263}} = 95%
$$

Im Laufe des Jahres wurde die Produktion optimiert, und der neue MDS beträgt nun **275 kg/h**.\
Wird der Januar-Auftrag heute betrachtet, ergibt sich ein aktualisierter Leistungsfaktor von:

$$
\text{Leistungsfaktor} = \frac{\text{250}}{\text{275}} = 91%
$$

Obwohl sich die tatsächliche Leistung nicht geändert hat, ist der Leistungsfaktor durch die neue Bezugsgröße gesunken – eine Folge der dynamischen Berechnung.

#### Was bedeutet das für Zielvorgaben?

Da sich der MDS laufend anpasst, handelt es sich bei allen Leistungskennzahlen stets um **Momentaufnahmen**. Das hat direkte Auswirkungen auf die Formulierung von Zielen und die Bewertung von Fortschritten.

* :x: **Schlechte Zielvorgabe**\
  „Wir wollen einen Leistungsfaktor von 95% bis zum Ende des Jahres erreichen!“\
  → Diese Zahl kann sich durch MDS-Anpassungen laufend verändern.
* :white\_check\_mark: **Gute Zielvorgabe**\
  „Wir wollen unseren Leistungsfaktor in den nächsten 6 Monaten um 5 Prozentpunkte steigern.“

  → Fokus auf relative Verbesserung über die Zeit – unabhängig von Verschiebungen der Referenzwerte.

{% hint style="success" %}
Mit dem MDS-Ansatz von ENLYZE erhältst du eine faire, produktbezogene und dynamisch aktualisierte Basis für die Leistungsbewertung. So lassen sich Leistungsverluste realistisch analysieren – und Optimierungspotenziale fundiert ableiten.
{% endhint %}


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