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Kategorien & Zuordnung

Stillstandskategorien und wie Gründe zu Stillständen zugeordnet werden.

Nachdem ein Stillstand automatisch erkannt wurde, stellt sich die Frage: Warum stand die Maschine? Die Zuordnung von Gründen zu Stillständen macht den Unterschied zwischen einer bloßen Verfügbarkeitszahl und einer echten Analyse.

Stillstandskategorien

ENLYZE unterscheidet drei Kategorien von Stillständen:

Geplant

Geplante Stillstände sind vorgesehene Unterbrechungen, die Teil des regulären Betriebs sind. Beispiele:

  • Rüstvorgänge und Produktwechsel

  • Geplante Wartung

  • Reinigung

  • Pausen (wenn als geplanter Stillstand konfiguriert)

Ungeplant

Ungeplante Stillstände treten unerwartet auf und sind typischerweise die größten Hebel für Verbesserungen. Beispiele:

  • Technische Störungen

  • Materialmangel

  • Prozessfehler

  • Personalmangel

Keine Produktion geplant

Diese Kategorie umfasst Zeiträume, in denen gar nicht produziert werden sollte. Beispiele:

  • Wochenenden und Feiertage

  • Abgesagte oder nicht eingeplante Schichten

  • Betriebsferien

Stillstände der Kategorie "Keine Produktion geplant" werden bei der OEE-Berechnung nicht berücksichtigt. Nur Stillstände während geplanter Produktionszeiten beeinflussen die Verfügbarkeit.

Der Stillstandskatalog

Alle konfigurierten Stillstandsgründe bilden zusammen den Stillstandskatalog. Innerhalb der drei Kategorien lassen sich die Gründe in Gruppen organisieren, etwa nach Anlagenbereich oder Störungsart.

Der Katalog ist die verbindliche Auswahlliste für die Zuordnung: Wer einem Stillstand einen Grund zuweist, wählt immer aus dem Katalog. Neue Gründe lassen sich dabei nicht spontan anlegen, und Nutzer mit der Operator-Rolle können den Katalog nicht bearbeiten (siehe Rollen & Berechtigungen). Fehlt eine Ursache im Katalog, erhält der Stillstand einen unpassenden Grund oder gar keinen. Ein möglichst vollständiger Katalog ist deshalb die Voraussetzung für eine aussagekräftige Stillstandsanalyse.

Wie du einen vollständigen Katalog aufbaust und weiterentwickelst, zeigt Stillstandskatalog aufbauen.

Zuordnung von Gründen

Erkannten Stillständen einen Grund zuzuweisen ist die Grundlage jeder Stillstandsanalyse. Es gibt verschiedene Wege, wie Stillstandsgründe zugewiesen werden:

Manuelle Zuordnung

Im Standard weist ein Mitarbeitender in der ENLYZE App jedem Stillstand einen Grund zu. Die konfigurierten Gründe sind dabei in Kategorien und Gruppen organisiert. Ein Stillstand kann auch in mehrere Abschnitte unterteilt werden, wenn verschiedene Gründe zutreffen (z. B. 30 Minuten Rüsten, dann 45 Minuten Störung).

Automatisierung über Schichtpläne

Schichtzeiten können in ENLYZE hinterlegt werden. Stillstände außerhalb der Schichtzeiten werden automatisch als "Keine Produktion geplant" klassifiziert. Das reduziert den manuellen Aufwand erheblich.

Automatisierung über Maschinensignale

Bei manchen Maschinen liefert die Steuerung selbst Informationen über den Grund eines Stillstands (Störcodes, Statusmeldungen). Diese Signale können über berechnete Variablen ausgewertet und automatisch den passenden Stillstandsgründen zugeordnet werden.

Warum die Zuordnung wichtig ist

Ohne Zuordnung zeigt die Analyse nur, dass die Maschine stand und wie lange. Erst mit Gründen wird sichtbar:

  • Welche Stillstandsursachen am häufigsten auftreten (Pareto-Analyse)

  • Wo der größte Hebel für Verbesserungen liegt

  • Ob Rüstzeiten systematisch zu lang sind

  • Wie sich die Verteilung über die Zeit verändert

Wie du den Stillstandskatalog in der ENLYZE App einrichtest, erfährst du unter Stillstandskatalog aufbauen. Wie du Gründe zuweist, steht unter Stillständen Gründe zuweisen.

Weiterführende Themen

  • Erkennung: Wie Stillstände automatisch erkannt werden.

  • Verfügbarkeit: Wie Stillstände die OEE beeinflussen.

  • 6 Big Losses: Stillstände im Kontext der sechs großen Verlustquellen.

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